Der ökologische Wandel als zentrale Herausforderung für unsere Gesundheit – Was wir tun können
Ein öffentlicher Vortrag mit Harald Lesch und Martin Herrmann


29. April 2026
Medizinische Universität Innsbruck, Audimax, Fritz-Pregl-Straße 3, 6020 Innsbruck und online im Livestream:
Die Erde gleicht zunehmend einer Patientin auf der Notaufnahme – mit Fieber, Atemnot und einer Vielzahl alarmierender Symptome. Steigende CO₂-Emissionen und der fortschreitende Klimawandel, Hitzewellen an Land sowie die Erwärmung der Ozeane, Stürme bislang unbekannten Ausmaßes und zunehmender Häufigkeit, wachsender Ressourcenverbrauch, fortschreitende Gewässer- und Bodenverschmutzung sowie ein dramatischer Verlust an Biodiversität verdeutlichen, wie stark unser Planet unter Druck geraten ist. Diese Entwicklungen betreffen jedoch nicht allein die Ökosysteme, sondern wirken sich unmittelbar auf die menschliche Gesundheit aus – von zunehmender Hitzebelastung über neu auftretende Infektionskrankheiten bis hin zu den Folgen der Schadstoffexposition. Für die Medizin erwächst daraus eine zentrale Aufgabe: die komplexen Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Klima und Gesundheit zu verstehen und aktiv an tragfähigen Lösungen mitzuwirken.
Im öffentlichen Vortrag „Der ökologische Wandel als größte Herausforderung unserer Zeit – Was wir tun können” am 29.04.2026 an der MUI zeigten Prof. Harald Lesch und Dr. Martin Herrmann eindrucksvoll, wie eng wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel, zur Energiekrise und zur Rolle von CO₂ mit Fragestellungen der Medizin und der öffentlichen Gesundheit verknüpft sind. Prof. Lesch, Astrophysiker, Philosoph und mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalist, sowie Dr. Herrmann, Arzt und Experte für planetare Gesundheit und Leiter des KLUG-Netzwerkes (www.klimawandel-gesundheit.de), erläuterten rund 400 Zuhörenden im Hörsaal und etwa 200 Online-Teilnehmenden, warum gerade dem Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle in der gesellschaftlichen Transformation zukommt.
Neben der Darstellung teils drastischer klimatischer Veränderungen und eindrücklichen Kennzahlen zum Zustand unseres Planeten hoben die Referenten zugleich positive Entwicklungen und bereits erzielte Fortschritte hervor. Sie eröffneten neue Perspektiven und vermittelten insbesondere Motivation und Inspiration, wie jede und jeder Einzelne zu diesen Entwicklungen aktiv beitragen kann – und welchen persönlichen Nutzen ein gemeinsames Voranschreiten mit sich bringt. Im Anschluss ergaben sich noch Fragen und es entwickelte sich eine Diskussion mit dem engagierten Publikum aus Studierenden, Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie vielen weiteren Interessierten.
Diese sowohl regional als auch überregional wahrgenommene Veranstaltung, zu deren Gelingen zahlreiche Mitwirkende beigetragen haben, unterstreicht nicht nur das breite Engagement in der Vermittlung dieser Thematik, sondern auch den aktiven Beitrag der MUI zur Frage, wie eine nachhaltige Transformation im Gesundheitswesen gelingen kann.



